Die alte PV Anlage aus dem Jahr 1996 lieferte keinen Strom mehr. Woran lag das?.

Für unsere Einspeisung in das Stromnetz brauchen wir hohe Spannungen. Am Ende sorgt der Wechselrichter im NW Bereich dafür. Damit dieser nicht „alles machen muss“, werden die 20 Module so verschaltet, dass bereits höhere Spannungen entstehen. Der Nachteil ist, wenn nur ein Modul defekt ist, fällt der ganze Strang aus. Also nutzen die in diesem Falle vier anderen Module auch nichts mehr.

Wir haben uns entschlossen die Anlage wieder „fit“ zu machen. Dazu hätten wir nur die fünf (es waren mehr) defekten Module gegen neue tauschen müssen. Aber die Module der alten PV Anlage sind von 1996 und werden schon lange nicht mehr hergestellt. Uns blieb also garnichts anderes übrig als alle Module zu ersetzen bzw. den Solargenerator, so heißen die Module zusammengenommen, insgesamt neu zu planen.

Doch was ist mit den (theoretisch) vier heilen Modulen? Diese könnten in Inselanlagen, also ohne Stromnetzanbindung, noch gute Dienste leisten.

Das wollen wir mit unsere Partnerschule in PE weiter entwickeln.

Nutzbar oder Elektroschrott?

Zuerst war es aber wichtig, welche Module denn nun defekt und welche noch in Ordnung sind. Darüber entscheidet sich die Weiternutzung oder der Transport zu einer Recyclingstelle. In den Modulen befinden sich schließlich wertvolle Rohstoffe wie Silizium, Gold und Zinn.

Das haben wir mit Messgeräten auf dem Schulhof geprüft. Zuerst wurde gemessen, ob das Modul noch Spannung erzeugt. Danach haben wir den Kurzschlussstrom gemessen und zum Ende die maximale Leistung. Das beste Modul brachte noch 20W. Damit ist keines der ehemaligen 50W Module zur Weiternutzung geeignet. Aber wir konnten den Vorgang entwickeln und in Zukunft einsetzen.

Wir werden das Projekt auch bei Entwicklungstag der hoffentlich interessierten Öffentlichkeit vorstellen.

 

 

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