Nach dem Besuch des ZentrumsZukunft der EWE in Emstek stiegen wir wieder in den Bus und fuhren nach Cloppenburg, um dort das Museumsdorf zu besuchen und an einer Führung teilzunehmen.

Nach unserer Ankunft dort verbrachten wir die zweistündige Pause im „Dorfkrug“, einem kleinen Restaurant des Museumsdorfes, erkundeten das Gelände oder entspannten auf einer Wiese.

Um 14:30 begann eine Führung auf Englisch, die uns durch mehrere alte Häuser führte und wir uns so ein Leben unter diesen Umständen recht gut vorstellen konnten.

Nach einem kurzen Besuch der alten „Schule“ und einem kleinen Abstecher in das Backhaus gingen wir zurück zum Bus und kamen um ca. 16:30 nach einem schönen und interessanten Tag wieder zurück nach Oldenburg.

Es hat viel Spaß gemacht sich mit den Südafrikanern zu unterhalten und die anfängliche Scheu ist schnell verflogen.

Wir freuen uns schon sehr auf viele weitere Erlebnisse.

 

 

 

Unsere Gäste aus Südafrika besuchen uns um einen weiteren Schüleraustausch vorzubereiten.

Dazu wurden schon viele Kontakte geknüpft und Absprachen getroffen.

Ein weiterer Termin so in das Energielabor der Universität in Wechloy.

Dort werden seit Jahren Graduierte aus aller Welt im Bereich der Erneuerbaren Energien fortgebildet.

Nach einem Rundgang und der Erläuterung der laufenden Projekte im Energielabor wurde ein Gespräch im grünen Innenhof des Gebäudes intensiv an der Weiterentwicklung geführt.

Mehrere Projektideen wurden besprochen und zur weiteren Diskussion aufgelistet oder auch verworfen.
So soll das Vorhaben „Alte Module – neuer Nutzen“ , das die Schüler der Afrikagruppe 2013 schon entwickelt und beim Entwicklungstag vorgestellt haben, weitergedacht werden.

Eine Delegation der 3 Südafrikanischen Lehrpersonen aus Port Elizabeth, Südafrika, Herr Mervin Blaauw, Gelvandale High-School, Herr Wesley Blignaut, Gelvandale High School, Frau Novy Blignaut, Sanctor High School, wurden mit ihren Partnerlehrerinnen Fr. Birgit Wittkopp und Frau Christa Beime, Helene-Lange-Schule Oldenburg, im Rathaus von Fr. Germaid Eilers Dörfler herzlich empfangen worden.

Die Delegation trug sich ins goldene Buch der Stadt Oldenburg ein.

Die stellvertretende Bürgermeisterin informierte sich über Stand und Entwicklung der partnerschaftlichen Beziehungen der beteiligten Schulen im Projekt auf Augenhöhe „Partnerschaft schafft Energie – Partnership creates Power“, in dem es neben geschichtlichen und soziokulturellen Aspekten um die Nutzung  regenerativer Energie geht. Gerade die Nutzung regenerativen Energien ist ein aktuelles Thema in den windreichen Städten Oldenburg und Port Elizabeth. Die Kontakte zu den Schulen in Port Elizabeth wurden von den KollegInnen der Helene-Lange-Schule seit über 10 Jahren gepflegt. Die Südafrikanische Delegation ist für 3 Wochen zu Gast in Oldenburg,  um die nächsten gemeinsamen Projekte der beteiligten Südafrikanischen Schulen mit der Helene-Lange-Schule abzusprechen. 

Die SchülerInnen der Arbeitsgemeinschaften in PE und in OL freuen sich bereits jetzt schon sehr auf den bevorstehenden Besuch der Südafrikanischen SchülerInnen im Sommer 2016. „Ein so lange bestehendes Projekt ist nur möglich, wenn sich die Herzen der Menschen treffen und die persönlichen Kontakte über Jahre gepflegt werden“, so der Lehrer der Gelvandale High School Wesley Blignault.

CB

Wir haben hier im Norden ja viel Landschaft, ohne dass ein Berg die Sicht versperrt. Und so war die Wanderung von Dangast zum Windpark am Jadebusen auch weiter als gedacht. Von Dangast aus konnten wir im Rundblick gut sehen, wie weit die Windenergie es schon gebracht hat.

Der Wind war übrigens so stark, dass wir das Erreichen des Windparks abgebrochen haben.

Der nächste Halt war in Goslar. Hier im Harz sind mehrere Dinge für das Projekt als Hintergrund von Interesse.

Da ist das Oberharzer Wasserregal. Mit diesem System zur Umleitung und Speicherung von Wasser, das Wasserräder in den Bergwerken des Oberharzer Bergbaus antrieb, haben die Menschen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert das Wasser als Energiequelle eines ganzen Gebietes genutzt.

Das Oberharzer Wasserregal gilt als das bedeutendste vorindustrielle Wasserwirtschaftssystem des Bergbaus, es steht seit 1978 unter Denkmalschutz und ist seit 2010 sogar UNESCO-Weltkulturerbe.

Auch von Goslar aus sind wir auf den Brocken mit der Dampflok gefahren. Neben der Erfahrung von Schnee konnten unserer Gäste und wir richtig spüren, wie verschwenderisch die Dampflok mit Energie umgeht, auch wenn das ein Touristenmagnet ist.

Goslar ist zudem die Heimatstadt von Werner Siemens, der als erster die Tragweite des  dynamoelektrische Prinzip erkannte und mit dem Generatorbau den Siegeszug der elektrischen Energie bereitete, ohne die wir heute uns unsere Welt nicht mehr vorstellen können.

Auf dem Weg nach Norden machten wir einen Halt an der Edertalsperre. Diese war eine der ersten Stromerzeugungsanlagen aus Wasserkraft im industriellen Maßstab.

Die Edertalsperre wurde in den Jahren 1908-1914 gebaut. Grund aber war damals dem Mittellandkanal ausreichend Wasser zuzuführen.

Erst dann diente die Staumauer der Stromerzeugung und auch dem Hochwasserschutz.

Am Mauerfuß der Edertalsperre steht das Kraftwerk, das mit 20 MW Leistung aus heutiger Sicht recht klein ist. Das abgeschaltete Atomkraftwerk an der Unterweser hatte 1300 MW Leistung und eine moderne Windnergieanlage bringt es immer schon auf 2 – 5 MW Leistung. Leider konnten wir nicht mehr erfahren, da der Betreiber, die E.ON Wasserkraft GmbH, das Besucherzentrum geschlossen hatte.

Aber wir konnten unseren Gästen dann noch das Pumpspeicherkraftwerken Waldeck, das  wenige Kilometer flussabwärts vom Edersee liegt, zeigen. Hier wird überschüssiger Strom z.B. aus Wind oder Photovoltaik zum Betreiben von Pumpen genutzt, die Wasser auf den Berg befördern. Wenn dann zusätzlicher Strom gebraucht wird, wird dieses Wasser wieder über Generatorturbinen in Strom umgewandelt.

Es hat wieder geklappt. Drei Lehrer aus Schulen in Port Elizabeth (Republik Südafrika) sind seit Ostern in Deutschland. Wir, die betreuenden Lehrer des Projektes, haben sie in Frankfurt abgeholt, um ihnen auch etwas von Deutschland zu zeigen.

Unser Schwerpunkt lag dabei auf der gesellschaftlichen Entwicklung, die in Süfafrika seit der Apartheit ein stetiger Prozess ist, und natürlich stand der Bereich der Erneuerbaren Energie damit verbunden im Fokus.

Ostern haben wir unseren Gästen Frankfurt gezeigt. Mit Paulskirche als Ort des ersten demokratischen deutschen Bürgerparlaments und dem Römer als Ausdruck der kommunalen Selbstverwaltung konnten wir an zwei Symbolen der deutschen Gesellschaftsentwicklung viel diskutieren. Dankenswerter Weise hat der ehemalige Schulleiter der Helene-Lange-Schule, Ulli Steinbrink, dabei die Leitung übernommen.